Wenn die Tage spürbar kürzer werden und die Uhren bald umgestellt sind, beginnt in der Freien und Hansestadt Hamburg nicht nur die gemütliche Jahreszeit, sondern traditionell auch die Hochsaison für Wohnungseinbrüche. Die Hamburger Sicherheitsbehörden verzeichnen in dieser Phase des Jahres regelmäßig ein erhöhtes Aufkommen an entsprechenden Delikten. Ein Einbruch in die eigenen vier Wände bedeutet für die Betroffenen weit mehr als nur den Verlust von Wertgegenständen. Oft wiegen die verletzte Privatsphäre und der Verlust des Sicherheitsgefühls im vertrauten Zuhause noch schwerer. Die Polizei Hamburg nimmt den Beginn dieser Phase zum Anlass, umfassend über präventive Maßnahmen zu informieren und Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren.

Aktuelle Vorfälle und die Masche mit den Markierungen

Wie schnell es zu einem gefährlichen Vorfall kommen kann, zeigte sich erst kürzlich im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek. Dort hatte ein 35-jähriger mutmaßlicher Täter versucht, über ein auf Kipp stehendes Fenster in ein Einfamilienhaus einzudringen. Dank der Aufmerksamkeit eines 52-jährigen Bewohners, der den Einbruchsversuch bemerkte, flüchtete der Verdächtige zunächst. Alarmierte Einsatzkräfte konnten den Mann jedoch kurz darauf am Bahnhof Neugraben vorläufig festnehmen. Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige im Laufe desselben Abends noch weitere Grundstücke ins Visier genommen und sogar versucht hatte, einen Pkw zu entwahren. Der Kriminaldauerdienst führte den Mann daraufhin dem Untersuchungsgefängnis zu.

Um solche Taten vorzubereiten, nutzen Kriminelle immer wieder gezielte Tricks. Das Landeskriminalamt (LKA) Hamburg warnt eindringlich vor sogenannten Abwesenheitskontrollen. Dabei platzieren Einbrecher unauffällige Markierungen wie:

  • Klebefäden zwischen Türrahmen und Türblatt
  • Plastikschnipsel im Eingangsbereich
  • Unscheinbare Gegenstände, die bei geöffneter Tür zu Boden fallen würden

Wer solche verdächtigen Spuren an seiner Haustür entdeckt, wird gebeten, nicht zu zögern. Hinweise nimmt das spezielle Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Rufnummer 040 4286-56789 sowie jede reguläre Polizeidienststelle entgegen.

Kostenlose Beratung und professionelle Prävention in Hamburg

Ein wirksamer Schutz beginnt bereits bei den baulichen Gegebenheiten des Hauses oder der Wohnung. Mechanische Sicherungen an Fenstern und Terrassentüren stellen für Kriminelle oft eine unüberwindbare Hürde dar, da sie den Zeitaufwand beim Aufhebeln massiv erhöhen. In Hamburg haben Bürgerinnen und Bürger verschiedene Möglichkeiten, sich professionell und individuell beraten zu lassen.

Vor Ort in den Hamburger Bezirken stehen die Beamtinnen und Beamten der Stadtteilpolizei in den jeweiligen Polizeikommissariaten zur Verfügung, um erste Tipps zur mechanischen Nachrüstung zu geben. Für komplexere Anfragen, etwa im Bereich der elektronischen Alarmanlagen oder bei umfassenden Sanierungsmaßnahmen, vermitteln die Dienststellen den direkten Kontakt zum Landeskriminalamt.

Die zentrale Anlaufstelle für diesen Bereich ist die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des LKA Hamburg. Sie befindet sich zentral gelegen im Gebäude des Polizeikommissariats 14 in der Caffamacherreihe 4 in der Hamburger Innenstadt. Interessierte erreichen die Experten per E-Mail unter kriminalberatung@polizei.hamburg.de oder telefonisch unter 040 4286-70777.

Hintergrund

Die Dunkelheit bietet Einbrechern einen entscheidenden Vorteil: Ob ein Haus oder eine Wohnung unbewohnt ist, lässt sich in den Abendstunden oft nur schwer erkennen. Wenn dann noch unzureichend gesicherte Fenster im Erdgeschoss oder auf Kipp stehende Räume dazukommen, haben es Gelegenheitskriminelle leicht. Statistiken belegen, dass ein Großteil der Täter bei anhaltendem Widerstand – etwa durch zertifizierte Sicherheitstechnik – innerhalb weniger Minuten von ihrem Vorhaben ablässt. Aus diesem Grund investieren sowohl das Land als auch die Bundesländer seit Jahren massiv in Aufklärungskampagnen wie die bundesweite Initiative „K-Einbruch“.

Häufige Fragen

Wann findet der nächste Beratungstag zum Einbruchschutz in Hamburg statt?

Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ öffnet die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle am Sonntag, den 25.10.2026, von 10:00 bis 14:00 Uhr ihre Pforten. Bürgerinnen und Bürger können sich ohne vorherige Anmeldung kostenfrei beraten lassen. Um 12:00 Uhr findet zudem ein Fachvortrag zur Kriminalprävention statt.

Wie kann ich verdächtige Beobachtungen in meiner Nachbarschaft melden?

Wenn Sie in Ihrem Wohnumfeld in Hamburg verdächtige Personen oder eben jene Markierungen an Haustüren bemerken, zögern Sie nicht. Nutzen Sie das Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter 040 4286-56789 oder wählen Sie im akuten Verdachtsfall den Notruf 110.

Welche grundlegenden Dinge sollte ich beim Verlassen des Hauses beachten?

Schließen Sie Fenster und Balkontüren immer vollständig – gekippte Fenster sind offene Fenster für Einbrecher. Verschließen Sie zudem Eingangstüren stets zweifach und hinterlassen Sie keine offensichtlichen Hinweise auf Ihre Abwesenheit, wie etwa dauerhaft heruntergelassene Rollos über mehrere Tage hinweg ohne Zeitschaltuhr.

Mit der richtigen Vorbereitung, aufmerksamen Nachbarn und moderner Sicherheitstechnik lässt sich das Risiko eines Einbruchs in den Hamburger Wohngebieten drastisch minimieren. Nutzen Sie die Angebote der Hamburger Polizei, um Ihr Zuhause optimal abzusichern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-unterstützt aus einer Quelle der Polizei Hamburg erstellt. Es gilt die Unschuldsvermutung.